Informa­tions­visuali­sierung

Informationsvisualisierung
Semester 3, 2021

Website zum Thema "Industrie und Klimawandel"
mit Friederike Haug und Milena Mandausch

Der Klimawandel: Spätestens seit Fridays for Future in aller Munde, aber leider wird nach wie vor nicht in allen Köpfen. Deswegen präsentiert diese Website, zusammen mit 13 anderen aus dem Kurs, anschaulich und verständlich, was es mit dem Klimawandel auf sich hat und was getan werden kann (und muss). Schluss mit Fake-News und vagen Mythen, hier kommen die Fakten! Für inhaltliche Fragen standen uns nämlich David Nelles und Christian Serrer, die Autoren des Buches → "Kleine Gase - große Wirkung: Der Klimawandel" zur Verfügung. Mein Team setze sich speziell mit der Industrie auseinander.

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Prozess

Mithilfe der Dokumentation, die zum Projekt entstanden ist, erkläre ich in diesem Slider, wie unsere Website entstanden ist.

Die finale Seite wurde schließlich in Webflow umgesetzt. → Hier kann sie besucht werden. Bitte beachten, dass die Website nicht responsive ist und für Bildschirme mit 1920px-Breite optimiert wurde. Bei einem anderen Bildschirm hilft die Vergrößerung oder Verkleinerung mit strg+/- oder cmd+/-.



Idee und Design: Antonia Götz, Friederike Haug und Milena Mandausch
Umsetzung Webflow: Friederike Haug
Die Grundidee der Website ist ein Zoom. Wir starten also mit weltweiten Fakten, um einen groben Überblick zu schaffen. Im nächsten Abschnitt wird auf Deutschland gezoomt. Erläutert werden einige Klimapfade zur Aufhaltung des Klimawandels. Dann wird weiter vergrößert und beispielhaft die Herstellung von Zement und ihre Auswirkungen auf das Klima gezeigt. Nach den beunruhigenden Fakten zeigen wir natürlich auch, welche Lösungsansätze sich die klugen Köpfe dieser Welt bereits ausgedacht haben.
Für Illustrationen wurde ein detaillierter, naturnaher Gestaltungsstil gewählt (unten). Mit ihm lässt sich die Thematik einfach erklären, trotzdem wirkt das Gesamtbild nicht zu komplex und feingliedrig.

Und ja, wir haben leider erst zu spät bemerkt, dass Baggerschaufeln eigentlich anders herum an den Bagger gehören... :')
Damit Nutzer sich besser orientieren können, wurde ein Farbsystem entwickelt. Jedem Bereich ist eine spezifische Farbe zugeteilt.

Ich war bei diesem Projekt für die Inhalte und das Layout der Sektionen Zement, Lösungsansätze und Fazit zuständig. Der allgemeine Styleguide für die Website wurde allerdings vom gesamten Team entwickelt.
Was wäre diese Welt nur ohne den Baustoff Beton? Zement, Bindemittel im Beton, ist nur leider mindestens genauso klimaschädlich wie populär. Deswegen folgt ein Einblick in den Herstellungsprozess, der maßgebend für den großen CO2-Fußabdurck verantwortlich ist. Leider wirkt die Thematik auf die meisten Besucher eher trocken und langweilig. Deshalb musste eine spannende Umsetzung her: ein animiertes Video. Mit Illustrationen und einem Voice-Over wird die Zementproduktion verbildlicht.

Das ganze Video gibt's unten!
Neben der Zementsektion war ich auch für die Lösungsvoschläge verantwortlich. Wieder wartete viel nüchterner Inhalt auf mich, der schön verpackt werden musste. Diesmal überlegte ich mir ein interaktives Element, das das Interesse des Besuchers weckt. Mit der Maus kann man über die einzelnen Lösungsvorschläge hovern und sich eine Erklärung in Audioform anhören. So kommen auch lesefaule Nutzer auf ihre Kosten.
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Video: Zement und der Klimawandel

Der Erklärfilm wurde mit Adobe After Effects animiert. Er zeigt den Herstellungsprozess von Zement und erläutert, an welchen Stellen sich etwas ändern muss, damit die Produktion nachhaltig gestaltet werden kann.

Design, Illustrationen und Umsetzung: Antonia Götz
Ton: Milena Mandausch
Stimme: Sven Endreß

Interaktives Element: Lösungsansätze

Damit auch jeder Nutzer versteht, dass es hier etwas zu entdecken gibt, blinkt die Weltkugel. Verwendet wurden einige Illustrationen aus dem Zementvideo. Beim Klicken wird eine Audiodatei abgespielt, die den jeweiligen Ansatz erklärt. Im Folgenden wird kurz heruntergebrochen, was die Lösungsvoschläge beinhalten.

Design, Illustrationen und Umsetzung: Antonia Götz
Biomasse

Was wenig appetitlich klingt, ist tatsächlich laut einigen Experten der wichtigste Faktor zur Erreichung der Klimaziele. Momentan wird sie im Hauthaltssektor verwendet, obwohl sie beispielsweise in Kraft-Wärme-Kopplungs­anlagen viel effektiver verbrannt werden könnte.
Power-to-Gas

Ähnlich wichtig ist das Power-to-Gas-Verfahren. Klingt kompliziert, ist es auch in der Umsetzung. Aus Wasser soll Wasserstoff entstehen. Das brennbare, synthetische Gas ist ein prima Energieträger. Zudem kann es umgewandelt und in die Gasinfrastruktur eingespeist werden. Die Technologie ist vielversprechend und marktreif, nur leider teuer und daher (noch!) unrentabel.
Wasserstoff

Wasserstoff wirkt Wunder! Er kann dafür sorgen, dass zukünftig in der Industrie kaum (Stein!)Kohle mehr notwendig sein wird. Zum Beispiel in der Stahlherstellung könnte er effektiv eingesetzt werden. Allerdings muss der Wasserstoff bei einer Elektrolyse hergestellt werden, bei der selbstredend nur erneuerbare Energie verwendet wird, und das muss noch erforscht werden.
Carbon-Capture-and-Storage

Oh je, schon wieder so kompliziert? Diesmal ist zumindest das Prinzip ganz einfach. Der CO2-Abfall von Fabriken wird nicht als Abgas in die Atmosphäre gelassen, sondern eingefangen und unterirdisch gelagert. Obwohl das Verfahren etwas an Atommüllendlager erinnert und von vielen kritisch beäugt wird, halten es viele Fachleute für essentiell, wenn wir den Klimawandel stoppen wollen.
Solarthermie

Die altbekannte Solarthermie hat wenig Erklärbedarf. Momentan wird sie hauptäschlich im Haushaltssektor verwendet. In der zeitlich weniger abhängigen Industrie sollte sie in Zukunft aber auch vermehrt eingesetzt werden.
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Fazit

Die Industrie spielt eine maßgebende Rolle im Klimawandel. Wollen wir die Klimapfade erreichen, müssen viele, schon seit Jahrzehnten angewandte Verfahren komplett überdacht und revolutioniert werden. Es bringt nichts, an Diesel-Autos, dem täglichen Steak und dem verschwenderischen Konsumverhalten festzuhalten. Die Bewältigung der Klimakrise ist sicherlich nicht angenehm, aber noch ist sie schaffbar. Für viele Bereiche gibt es schon gebrauchsfertige Strategien. Wollen wir für unsere Nachfahren eine lebenswerte Zuklunft hinterlassen, müssen wir wohl etwas Geld in die Hand nehmen und unseren Konsum zurückschrauben. Uns das besser sofort.