Ausstellungs­gestaltung

Ausstellungsgestaltung (mit Medientechnik)
Semester 3, 2021

Fiktive Ausstellung über das Verfahren der Fermentation: "Über das Verlängern von Haltbarkeit"
mit Friederike Haug und Vivian Piel

Sauerkraut? Kennt doch jeder! Aber wie genau es produziert wird, wissen die wenigsten. Dabei ist die Herstellung so kinderleicht, dass es jedermann und jedefrau auch zuhause bewerkstelligen könnte. Mithilfe von mehreren Exponaten und Begleittexten soll den Besuchern der Ausstellung der Fermentationsprozess näher gebracht werden. Teil der Ausstellung ist auch ein Quiz, das an einem Tablet gelöst werden kann.

slider1 slider2 slider3 slider4 slider5 slider6
Erscheinungsbild des Ausstellungsmoduls

Womit wird Kraut assoziiert? Keller? Traditionell? Altbacken? Wir entschlossen uns dazu, die Assoziation des Kellers in Form eines Kellerregals aufzugreifen und zu modernisieren. Altbacken sollte die Ausstellung schließlich auf keinen Fall sein. Deswegen ist die Umsetzung des Kellerregals in modernen Materialien angedacht: Sichtbeton, Glaskästen, anthrazitfarbene Metallstreben und warmweiße LEDs.
Das Kellerregal wird also zur Kellerwand, die frei im Raum steht und von beiden Seiten betrachtbar ist. In den sechs Spalten der 360 cm langen Wand sind auf unterschiedlicher Höhe Glaskästen eingelassen, die die Exponate präsentieren.
Nicht nur der Prozess der Fermentation wird erläutert, etwas Geschichte gehört auch dazu. In Infotexten wird erklärt, was der Seefahrer James Cook und der Arzt James Lind mit Sauerkraut zu tun haben.
So soll die Wand im Ausstellungsraum plaziert werden. Aus einem bestimmten Winkel ist der Titel der Ausstellung komplett zu lesen.
Die Glaskästen der ersten und letzten Spalte beinhalten die Hauptexponate und sind deshalb auch von Vorder- sowie Rückseite sichtbar.
Um dem Ganzen etwas mehr Realitätsnähe zu verleihen, wurde ein 1:10-Modell der Ausstellungswand aus Karton und transparenter Folie gebaut.

Der nächste Slider führt durch einen kleinen "Rundgang" der Ausstellung. Einfach durchklicken!

Modellbau, Darstellungsvarianten und Typografie: Friederike Haug
Texte: Antonia Götz, Friedeike Haug und Vivian Piel
zurück
weiter
Kohlkopf

Alles beginnt beim Kohl. Theoretisch kann jedoch fast jedes Gemüse und Obst fermentiert werden! Auf der Oberfläche der Lebensmittel befinden sich nämlich Milchsäurebakterien, die für uns die Arbeit des Fermentierens abnehmen.
Rezeptbuch

Fermentation bedeutet Tradition. Viele Rezepte über das Mischverhältnis von Salz, Wasser und Gewürzen werden von Generation zu Generation weitergegeben.
Krauthobel

Zunächst wird der Kohl mit einem Krauthobel in mundgerechte Stücke geteilt.
Gewichte

Wichtig für ein Gelingen der Fermentation sind auch Gewichte. Mit ihnen werden die Krautstücke im Krautfass nach unten gedrückt, sodass der Kohl sich komplett under der Salzlösung befindet, die im nächsten Schritt zugefügt wird. Sonst droht Schimmel!
Salz

Das Salz wird mit ausreichend Wasser vermischt und über das Lebensmittel gegossen. Es bewirkt, dass sich um den Kohl eine Umgebung bildet, die schlechten Bakterien keine Chanche zum Überleben lassen. Nur die Milchsäurebakterien können in Ruhe mir ihrer Arbeit beginnen. Empfohlen wird eine Zugabe von 2% bis 3%, je nach Lebensmittel.
Krautfass

Neben dem Kohl ist auch ein traditionelles Krautfass ein Hauptexponat der Ausstellung. Es steht auf einem kleinen Podest in Bodennähe, der Glaskasten zieht sich über fast die gesamte Höhe der Wand. Beleuchtet wird das Fass mit einer typischen "Kellerfunzel", einer nackten Glühbirne.
Krautfass

So ist das Krautfass auch auf der Rückseite der Ausstellungswand zu sehen, die sich mit dem Hintergrund der Fermentation beschäftigt.
Quiz

Mit Figma wurde ein Prototyp für eine Tabletanwendung gestaltet. Dieser fragt spielerisch das gelernte Wissen aus der Ausstellung ab. Der Charakter des James Lind leitet durch den Prozess. Im Gegensatz zu der düsteren Kelleratmosphäre der Ausstellung ist die Anwendung in hellen Farben gehalten, um einen interessanten Kontrast zu bieten.

Unten kann es getestet werden!
Die Geschichte eines Wunderkrauts

Was bei den Geschichten der großen Seefahrer des 18. Jahrhunderts gerne verschwiegen wird: Die Entdeckungsseefahren forderte viele Leben. Dutzende Besatzungsmitglieder erlagen damals an Skorbut, einer Vitaminmangel­krankheit, was jedoch noch nicht bekannt war. So kehrte auch der berühmte James Cook von seinen Touren oftmals nur mit einem Bruchteil der Besatzung zurück.
Entdecke Lind und Cook!

Cooks Zeitgenosse und Namensvetter James Lind war zu Beginn seiner Karriere als Assistenzarzt der Britischen Marine tätig. Er widmete seinen Forschungen der mysteriösen Krankheit und führte an Bord Experimente durch. Ohne zu wissen, was Vitamine überhaupt sind, fand er eine Therapie gegen Skurbut: Zitronensaft und Sauerkraut. Ungewollt war er also dafür verantwortlich, dass das Fermentieren von Sauerkraut so populär wurde.
Kohlkopf

Zu guterletzt offenbart sich dem Besucher wieder ein Blick auf den Ursprung des kleinen Exkurses: ein unscheinbarer Kohlkopf.
zurück
weiter

Hier kann der Figmaprototyp der interaktiven Tabletanwendung getestet werden. Auch eine Ansicht im Vollbildmodus (F) ist möglich! Die langen Ladezeiten lassen sich leider nicht vermeiden.

Die Farben gliedern das Quiz in Sektionen. In der ersten, grünen Sektion wird der Kohl für die Fermentation vorbereitet. Der blaue Bereich beschäftigt sich mit der Salzlösung. In Gelb gibt es Multiple-Choice-Fragen zu den Lagerbedingungen des Fements. Viel Spaß!

Design, Umsetzung und Inhalte: Antonia Götz und Vivian Piel
Illustrationen: Antonia Götz

Hier kann der Figmaprototyp der interaktiven Tabletanwendung getestet werden. Allerdings sollte man das, wenn man die Buttons treffen möchte, besser am Desktop tun!

Design, Umsetzung und Inhalte: Antonia Götz und Vivian Piel
Illustrationen: Antonia Götz